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Schulden und Verluste: Fahrrad-Startup Sushi Bikes ist insolvent

Rahmen eines Sushi Bikes Fahrrads
Foto: Sushi Bikes

Key takeaways

Das Münchner Startup Sushi Bikes hat Insolvenz beantragt. Gründer Andy Weinzierl prüft Sanierungsmöglichkeiten, um das E-Bike-Unternehmen zu retten. Ex-Co-Founder Joko Winterscheidt ist seit April 2024 nicht mehr beteiligt.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Das Münchner E-Bike-Startup Sushi Bikes hat, wie diese Woche bekannt wurde, letzte Woche beim Amtsgericht München Insolvenz beantragt. Hinter dem Unternehmen steht Gründer Andy Weinzierl, der 2018 gemeinsam mit dem prominenten Investor und TV-Moderator Joko Winterscheidt an den Start ging. Winterscheidt war nicht nur Business Angel, sondern offiziell Co-Founder, bevor er 2024 operativ ausgestiegen ist..

Das Startup, das mit erschwinglichen, leichten E-Bikes unter 1000 Euro punkten wollte, ist laut Medienberichten tief in den roten Zahlen. Rund 4,3 Millionen Euro Schulden und ein Jahresverlust von 2,7 Millionen Euro belasten die Sushi Mobility GmbH. Diese Zahlen, die zuerst von Gründerszene berichtet wurden, kommentierte Geschäftsführer Weinzierl nicht direkt – widersprach ihnen aber auch nicht.

Die Lage ist ernst

Trotz des Insolvenzantrags zeigt sich Weinzierl öffentlich zuversichtlich. Auf LinkedIn kündigte er einem Kommentar zu einem Posting von Gründerszene an, man sortiere sich neu und arbeite intensiv an einer Zukunftslösung. Ziel sei es, das Unternehmen fortzuführen. Parallel prüft die Geschäftsführung laut eigener Aussage die Möglichkeiten einer Sanierung. Ein vorläufiger Insolvenzverwalter wurde bestellt, um die Lage zu stabilisieren und den Fortbestand des Unternehmens zu sichern.

Während die Website gestern noch ausverkauft meldete, ist seit heute Website und Online-Shop nicht mehr erreichbar. „Wir sind bald wieder da. Wir arbeiten aktuell an wichtigen Veränderungen und stehen bald wieder zur Verfügung.“ heißt es mit Emoticons und einer Newsletter-Anmeldung garniert.

Sushi Bikes Website offline
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Promi-Investoren ohne Kommentar

Neben Winterscheidt beteiligten sich auch die MyMuesli-Gründer Max Wittrock und Philipp Kraiss frühzeitig an dem Start-up, beide mit jeweils zehn Prozent. Winterscheidt, der noch 2019 öffentlich für die Marke mit Wortwitz („Das eine rollt, das andere sind Rolls“) warb, äußert sich aktuell nicht zur Insolvenz. Auch über konkrete Pläne zur Restrukturierung ist bislang wenig bekannt.

Die kommenden Wochen dürften entscheidend werden für Sushi Bikes, seine Mitarbeitenden und Kunden – und möglicherweise auch für die Investoren, die mit großen Erwartungen eingestiegen waren.

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