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Wolt Retail Report: On-Demand-Einkauf wird in Europa zur festen Routine

Wolt Kurier mit grosser Tasche
Foto: Wolt

Key takeaways

➟ On-Demand-Lieferungen werden zunehmend Teil regulärer Einkaufsroutinen. Wolt meldet wachsende Warenkörbe, Millionen monatliche Retail-Kunden und stark steigende Umsätze in Kategorien von Lebensmitteln bis Elektronik und Tierbedarf.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Wolt entwickelt sich zunehmend von einer Plattform für Restaurantlieferungen zu einem digitalen Einkaufskanal für den Einzelhandel. Seit 2015 wurden nach Unternehmensangaben mehr als 230 Millionen Retail-Bestellungen ausgeliefert. Inzwischen bestellen jeden Monat mehr als zwei Millionen Menschen Einzelhandelsprodukte über die Plattform.

Der erste Wolt Retail Report zeigt zugleich, dass Retail mittlerweile mehr als ein Viertel des weltweiten Wolt-Umsatzes ausmacht. Besonders stark wächst das Geschäft außerhalb klassischer Lebensmittelkategorien.

Lebensmittel bleiben wichtig, Warenkörbe werden größer

Der Wert der über Wolt bestellten Lebensmittel ist 2025 um 46 Prozent gestiegen. Gleichzeitig enthalten inzwischen 48 Prozent der Lebensmittelkörbe mindestens zehn Produkte.

Das spricht dafür, dass Nutzer die Plattform nicht mehr nur für spontane Einzelkäufe einsetzen. Größere Warenkörbe und wiederkehrende Bestellungen deuten darauf hin, dass On-Demand-Lieferungen zunehmend Teil regelmäßiger Einkaufsroutinen werden.

Sechs von zehn Retail-Kunden bestellen laut Wolt bereits im darauffolgenden Monat erneut. Ende 2025 waren zudem mehr als 40.000 aktive Retail-Standorte auf der Plattform vertreten, 43 Prozent mehr als im Vorjahr.

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Kategorien außerhalb von Lebensmitteln wachsen stark

Neben Lebensmitteln gewinnen weitere Sortimente an Bedeutung. Elektronik, Tierbedarf sowie Gesundheit und Beauty haben ihren Anteil am Retail-Umsatz von Wolt seit 2022 mehr als verdreifacht.

Damit erweitert sich das Einsatzspektrum der Plattform deutlich. Nutzer greifen zunehmend auch für Apothekenprodukte, Tierbedarf, Elektronik, Blumen oder kurzfristige Geschenke auf On-Demand-Lieferungen zurück.

Für Händler entsteht dadurch ein zusätzlicher digitaler Vertriebskanal. 28 Prozent der Kunden haben ihren ersten Einkauf bei einem Händler über Wolt getätigt.

Saisonale Anlässe treiben die Nachfrage

Besonders stark steigt die Nutzung rund um bestimmte Anlässe. Am Valentinstag wurden laut Report 32-mal so viele Blumen bestellt wie in einer durchschnittlichen Woche.

Am Black Friday lagen die Elektronikverkäufe 440 Prozent höher, während Spielzeug und Games während der Weihnachtssaison um 133 Prozent zulegten. Auch an weiteren Anlässen zeigen sich deutliche Ausschläge.

Außerhalb des Lebensmittelbereichs liegen die wöchentlichen Verkäufe in Europa bei wichtigen saisonalen und kulturellen Ereignissen demnach zwischen 22 und 39 Prozent über dem Median einer normalen Woche.

Wolt wird zum digitalen Zugang für lokale Händler

Für Händler liegt der Nutzen nicht nur in zusätzlichen Bestellungen. Die Plattform kann auch neue Kundengruppen erschließen und stationäre Sortimente digital sichtbar machen.

Dass mehr als ein Viertel der Kunden erstmals über Wolt bei einem Händler einkauft, unterstreicht diese Funktion als zusätzlicher Zugangspunkt. Gerade kleinere und lokale Anbieter können damit Reichweite gewinnen, ohne eine eigene Lieferinfrastruktur aufbauen zu müssen.

On-Demand-Commerce wird Teil des E-Commerce-Markts

Die Entwicklung bei Wolt fügt sich in den breiteren europäischen Onlinehandel ein. Nach Angaben des European E-commerce Report 2025 kauften 2024 bereits 73 Prozent der Europäer online ein. Die Online-Ausgaben erreichten 842 Milliarden Euro und lagen sieben Prozent über dem Vorjahresniveau.

On-Demand-Lieferungen besetzen innerhalb dieses Markts eine eigene Rolle. Sie verbinden digitale Produktsuche mit schneller lokaler Verfügbarkeit und verschieben damit die Erwartung an Liefergeschwindigkeit auch im klassischen Einzelhandel.

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