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Biermarken im Fokus: Was die Deutschen wirklich trinken

Bierglas am Zapfhahn
Foto: Léo Gilmant / Pexels

Key takeaways

Krombacher, Beck’s und Co. sind Deutschlands bekannteste Biermarken. Eine neue Studie zeigt, wie Konsumenten sie in Bezug auf Qualität, Tradition, Zeitgeist und Nachhaltigkeit wahrnehmen. Besonders Krombacher überzeugt – national wie regional. Doch auch kleinere Marken haben Chancen, wenn sie Profil zeigen.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Wenn Deutsche spontan an Bier denken, dominieren nationale Marken mit großer medialer Präsenz. An der Spitze steht Krombacher mit einem Bekanntheitswert von 25,8 Prozent, gefolgt von Beck’s, Veltins, Warsteiner und Bitburger. Diese sogenannten „Fernsehbrauereien“ profitieren von jahrzehntelanger Markenarbeit und starker Sichtbarkeit im Alltag.

Regionale Vorlieben prägen das Markenbild

Neben der bundesweiten Bekanntheit spielt Regionalität eine große Rolle. In Nordrhein-Westfalen führen Krombacher, Veltins und Bitburger die Liste an, in Schleswig-Holstein dominieren norddeutsche Namen wie Holsten und Flensburger. In Bayern und Sachsen stehen Traditionsmarken wie Paulaner und Radeberger im Fokus. Die starke Verankerung in der Heimatregion unterstreicht die Bedeutung lokaler Identität für die Markenwahrnehmung.

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Alkoholfreie Biere: Vertraute Marken bleiben vorn

Auch bei alkoholfreien Varianten liegen bekannte Namen vorn. Krombacher Alkoholfrei (23,4 Prozent), Beck’s Blue (11,4 Prozent) und Bitburger 0,0 (9,1 Prozent) führen das Ranking an. Marken mit eigenem Profil, wie Jever FUN, profitieren von konsequentem Markenaufbau. Die Ergebnisse zeigen: Konsumenten greifen auch im wachsenden Segment der alkoholfreien Biere zu vertrauten Marken – ein Zeichen für die starke emotionale Bindung.

Tradition als Anker für Vertrauen

Tradition bleibt ein zentrales Differenzierungsmerkmal. Marken wie Krombacher, Paulaner oder Erdinger werden besonders häufig mit dem Attribut „traditionell“ verbunden. Dieses Image ist eng mit Herkunft, Familienbesitz und jahrzehntelanger Markenführung verknüpft – nicht mit kurzfristigen Werbekampagnen. Wer als authentisch und bodenständig wahrgenommen wird, punktet beim Konsumenten.

Premium durch Inszenierung

Premiumqualität hingegen entsteht weniger durch Tradition, sondern durch Positionierung. Krombacher, Warsteiner, Radeberger und Beck’s gelten als hochwertig – nicht zuletzt wegen klarer Markenbilder, durchdachter Produktlinien und starker Gestaltung. Ein exklusives Markenimage entsteht durch bewusste Inszenierung, nicht durch Historie allein.

Zeitgeist durch Innovation

Marken, die für Zeitgeist stehen, überzeugen durch Sortimentsbreite und Trendgespür. Krombacher punktet mit Natur-Radler und Co-Brandings, Beck’s mit Produktinnovationen wie Green Lemon. Internationale Marken wie Corona oder regionale Anbieter wie Astra wirken insbesondere auf jüngere Zielgruppen modern und relevant. Die Gen Z setzt eher auf Innovationsfreude, während ältere Generationen traditionelle Marken bevorzugen.

Nachhaltigkeit als ungenutztes Potenzial

Ein Drittel der Befragten verbindet keine Biermarke mit nachhaltigem Handeln. Nur Krombacher erreicht mit 21,2 Prozent nennenswerte Werte – auch dank langjähriger Umweltschutzkampagnen. Andere Marken wie Radeberger oder Warsteiner folgen abgeschlagen. Nachhaltigkeit bietet daher Differenzierungspotenzial, bleibt aber bislang kommunikativ unterbesetzt.

Bekanntheit ist nicht genug

Die Studie „Menschen & Marken“ von Appinio und Batten & Company belegt: Marken wie Krombacher und Beck’s sind tief im Alltag verankert – doch echte Differenzierung entsteht durch klare Profile in Bereichen wie Tradition, Innovation oder Nachhaltigkeit. Wer es schafft, Haltung und Herkunft glaubwürdig zu verbinden, wird auch in Zukunft relevant bleiben.

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