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CSRD bleibt auf der Agenda: Unternehmen halten Kurs trotz Verzögerungsoption

Pflanzen in einer Glühbirne
Foto: Singkham / Pexels

Key takeaways

Die PwC-Studie 2025 zeigt: Trotz möglicher Fristverlängerung durch „Stop the Clock“ halten 59 % der deutschen Unternehmen an der CSRD-Berichterstattung fest. Der Einsatz von Technologie steigt, und Nachhaltigkeit wird zunehmend als strategischer Erfolgsfaktor verstanden – weit über bloße Compliance-Anforderungen hinaus.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Trotz neuer Unsicherheiten durch regulatorische Anpassungen wie die Omnibus-Richtlinie treiben deutsche Unternehmen ihre Nachhaltigkeitsberichterstattung entschlossen voran. Das zeigt die aktuelle Studie „Global Sustainability Reporting Survey 2025“ von PwC. Für die Erhebung wurden weltweit 496 Fach- und Führungskräfte aus 40 Ländern befragt, darunter 109 aus Deutschland.

CSRD sorgt für Umsetzungsdruck – aber auch Orientierung

Mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen weltweit spürt wachsenden Druck, Nachhaltigkeitsdaten offenzulegen. Der stärkste Treiber: regulatorische Anforderungen, insbesondere durch die EU-Richtlinie CSRD, die 2025 erstmals für viele Unternehmen zur Anwendung kam. Obwohl mit „Stop the Clock“ eine zweijährige Fristverlängerung möglich ist, halten 59 % der befragten Unternehmen in Deutschland am ursprünglichen Zeitplan fest. Nur 35 % wollen die Verschiebung nutzen – ein klares Zeichen, dass der Markt und die Stakeholder Transparenz erwarten.

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Strategischer Mehrwert durch Nachhaltigkeitsdaten

Die Zahlen belegen den wachsenden Stellenwert der Berichterstattung: 68 % der Unternehmen in Deutschland haben ihren Ressourceneinsatz erhöht, 54 % der bereits nach CSRD Berichtenden erkennen einen direkten Mehrwert. Zwei Drittel sehen positive Effekte auf die gesamte Unternehmensstrategie. Nachhaltigkeitsdaten dienen zunehmend als Steuerungsinstrument für Transformation, Risikomanagement und Investor Relations.

Digitalisierung als Enabler

Der technologische Reifegrad deutscher Unternehmen liegt in vielen Bereichen über dem globalen Durchschnitt. So nutzen 77 % zentrale Datenbanken für die ESG-Berichterstattung, 75 % setzen Tools zur Emissionsberechnung ein und 66 % verwenden Disclosure-Management-Software. Auch wenn der Einsatz von Künstlicher Intelligenz bisher noch punktuell erfolgt, signalisiert das breite Testing entsprechender Tools die Richtung.

Nachhaltigkeit als Erfolgsfaktor – nicht nur Compliance

Die PwC-Studie zeigt: Nachhaltigkeit entwickelt sich von der Berichtspflicht zum Erfolgsfaktor. Unternehmen, die frühzeitig investieren, verschaffen sich Vorteile – nicht nur gegenüber dem Gesetzgeber, sondern auch im Wettbewerb. Die durch die Omnibus-Richtlinie entstandenen Unsicherheiten führen nicht zu einem Rückschritt, sondern zu einer differenzierteren Umsetzung. Damit wird klar: CSRD und ISSB sind nicht nur regulatorische Rahmenwerke, sondern auch strategische Wegweiser für die Zukunftsfähigkeit.

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