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Deutschland entdeckt die Sehnsucht nach analogen Erlebnissen neu

Mann an einer Küste im Winter
Foto: Tobias Bjørkli / Pexels

Key takeaways

Erlebnisse, Gemeinschaft und Begegnungen gewinnen wieder deutlich an Bedeutung. Viele Menschen "investieren" lieber in Reisen, Kultur und gemeinsame Aktivitäten als in klassischen Konsum, was den klassischen Handel vor Probleme stellt.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Erlebnisse, Gemeinschaft und bewusste Auszeiten gewinnen für viele Menschen in Deutschland zunehmend an Bedeutung. Das zeigt die aktuelle Studie „Experience Economy 2026“ von Mastercard gemeinsam mit Trend Hunter. Demnach verlagern Verbraucher ihre Ausgaben und Prioritäten immer stärker von materiellem Konsum hin zu persönlichen Erfahrungen und analogen Begegnungen.

Erlebnisse werden wichtiger als Konsum

Viele Deutsche möchten 2026 häufiger reisen, mehr Zeit in der Natur verbringen oder neue kulinarische Erfahrungen sammeln. Auch Live-Musik und gemeinschaftliche Aktivitäten gewinnen an Bedeutung.

Um sich diese Erlebnisse leisten zu können, würden zahlreiche Verbraucher an anderer Stelle sparen. Besonders häufig genannt werden neue Kleidung, technische Geräte oder Ausgaben für Streamingdienste. Auch Coffee-to-go und Takeaway-Angebote verlieren für viele an Priorität.

Die Studie sieht darin einen deutlichen Wandel hin zu bewussteren Freizeit- und Konsumentscheidungen. Körperlich erlebbare, soziale und authentische Erfahrungen rücken stärker in den Mittelpunkt.

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Analoge und gemeinschaftliche Trends prägen 2026

Gemeinsam mit der Trendplattform Trend Hunter identifizierte Mastercard mehrere zentrale Erlebnistrends für das laufende Jahr. Dazu gehört unter anderem „Analogue Escapism“, also der Wunsch nach analogen Auszeiten ohne permanente digitale Vernetzung.

Ebenso gewinnen gemeinschaftsorientierte Formate an Bedeutung. Menschen suchen gezielt nach neuen sozialen Gruppen, kreativen Aktivitäten oder Veranstaltungen mit stärkerem persönlichem Austausch.

Auch nostalgische Erlebnisse erleben ein Comeback. Konzerte früherer Pop-Idole, Vintage-Kultur oder bewusst unperfekte und unabhängige Angebote gelten zunehmend als Ausdruck von Authentizität.

Reisen sollen Wissen und Fähigkeiten vermitteln

Reisen dienen für viele Verbraucher inzwischen nicht mehr nur der Erholung. Ein wachsender Teil der Befragten möchte im Urlaub gezielt neue Fähigkeiten erlernen oder kulturelle Erfahrungen sammeln.

Besonders gefragt sind kulinarische Workshops, traditionelle Handwerkskurse oder Sprachangebote. Viele Teilnehmer bewerten solche Erfahrungen inzwischen als wertvoller als klassische Souvenirs.

Lokale Expertinnen und Experten spielen dabei eine immer größere Rolle, da Reisende verstärkt authentische Einblicke und persönliche Begegnungen suchen.

Erlebnisgeschenke ersetzen klassische Produkte

Auch beim Schenken gewinnen gemeinsame Aktivitäten und Erlebnisse weiter an Bedeutung. Laut Studie bevorzugt rund die Hälfte der Deutschen Erlebnisgeschenke gegenüber klassischen Sachgeschenken.

Besonders beliebt sind Gutscheine für gemeinsame Aktivitäten, kulinarische Angebote, Wellness-Erlebnisse oder Live-Events. Viele Verbraucher empfinden solche Geschenke als persönlicher, flexibler und emotional wertvoller.

Mastercard sieht darin einen weiteren Hinweis auf den Wandel der sogenannten Experience Economy, in der gemeinsame Zeit, Nähe und persönliche Erinnerungen zunehmend wichtiger werden als materieller Besitz.

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