Pandora hat im zweiten Quartal 2025 einen organischen Umsatzanstieg von 8 % erzielt und trotz wirtschaftlicher Herausforderungen eine solide Profitabilität bewahrt. Das Like-for-like-Wachstum (LFL) lag bei 3 %, während die Netzerweiterung 5 % zum Wachstum beitrug. Besonders stark entwickelte sich der US-Markt mit einem LFL-Plus von 8 %, während in Europa große Unterschiede zwischen einzelnen Ländern sichtbar wurden.
Solides Wachstum trotz makroökonomischem Gegenwind
In den Kernmärkten Europas gab es Licht und Schatten: Spanien, Portugal, die Niederlande und Polen zeigten zweistellige LFL-Zuwächse, während Deutschland, Frankreich, Italien und das Vereinigte Königreich rückläufige Zahlen verzeichneten. Gründe waren unter anderem ein schwacher Abverkauf während des Sommerschlussverkaufs und das späte Osterfest. In China setzt Pandora seine Filialoptimierung fort und plant dort nun bis zu 100 Store-Schließungen.
Die Bruttomarge lag bei 79,3 % und blieb damit trotz Wechselkursverlusten, höheren Rohstoffpreisen und zusätzlichen US-Zöllen auf hohem Niveau. Der EBIT ging im Jahresvergleich leicht zurück auf 1,287 Mrd. DKK, was einer EBIT-Marge von 18,2 % entspricht.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
Neue Kollektionen und stärkere Markenbindung
Für das zweite Halbjahr 2025 plant Pandora die Einführung neuer Produktlinien: Die Kollektionen „Talisman“ und „Minis“ sollen das Kernangebot rund um Charms und Carrier auffrischen und gleichzeitig die Einstiegspreislagen stärken. Die Kampagne „BE LOVE“ wird mit emotionalem Storytelling fortgesetzt und lokal durch prominente Markenbotschafter flankiert, etwa Annalisa Scarrone in Italien und Caroline Receveur in Frankreich.
Auch im digitalen Bereich setzt Pandora auf Markenaufwertung: Die neue globale E-Commerce-Plattform ist mittlerweile weltweit live und bietet ein stärker markenzentriertes Online-Erlebnis. Im Bereich Nachhaltigkeit verweist Pandora auf die Umstellung auf 100 % recyceltes Silber und Gold seit August 2024 sowie einen Rückgang der Gesamtemissionen um 17 % gegenüber 2019.
Prognose für 2025 bleibt stabil
Trotz der globalen Unsicherheiten hält Pandora an seiner Jahresprognose fest: Erwartet wird ein organisches Wachstum von 7–8 % bei einer EBIT-Marge von rund 24 %, auch unter Berücksichtigung eines zusätzlichen Gegenwinds von 60 Basispunkten durch neue US-Zölle. Im ersten Halbjahr 2025 lag der Nettogewinn bei 1,904 Mrd. DKK. Die Eigenkapitalquote betrug 13 %, der Verschuldungsgrad liegt mit dem 1,5-Fachen des EBITDA im erwarteten Rahmen.
Langfristig strebt das Unternehmen weiter eine EBIT-Marge von mindestens 24 % im Jahr 2026 an. Unterstützt wird dieses Ziel durch ein laufendes Effizienzprogramm („Silverstone“) sowie gezielte Preisanpassungen zur Kompensation gestiegener Rohstoffkosten.


