Das digitale Bezahlen gewinnt in Deutschland weiter an Dynamik. Visa verzeichnet für das Finanzjahr 2025 einen deutlichen Anstieg bei Transaktionen, Zahlungsvolumen und Kartenverbreitung. Gleichzeitig treiben neue Technologien und Pilotprojekte die nächste Entwicklungsstufe des Bezahlens voran.
Deutlich mehr Transaktionen und Umsatz
Die Zahl der Zahlungsvorgänge mit Visa-Karten stieg im Vergleich zum Vorjahr um 26 Prozent. Parallel dazu legte das Zahlungsvolumen um 17 Prozent zu. Diese Entwicklung deutet auf eine nachhaltige Veränderung im Zahlungsverhalten der Verbraucher hin, die zunehmend auf digitale Zahlungsmethoden setzen.
Gewinnen in der Plattform-Ökonomie
Ausbau der Akzeptanz im Handel
Ein wesentlicher Wachstumstreiber ist die steigende Akzeptanz im Handel. 2025 wurden rund 350.000 zusätzliche Terminals installiert, wodurch sich die Gesamtzahl auf etwa 1,9 Millionen erhöhte.
Zudem hat sich die Anzahl der Unternehmen, die Visa-Zahlungen akzeptieren, innerhalb von drei Jahren verdoppelt. Technologische Lösungen ermöglichen es inzwischen auch kleinen Betrieben, Kartenzahlungen einfach zu integrieren – oft reicht ein Smartphone als Zahlungsterminal.
Visa Debitkarten weiter auf Wachstumskurs
Auch auf Kundenseite wächst die Nutzung: Die Zahl der ausgegebenen Visa Debitkarten stieg um 24 Prozent auf rund 21 Millionen. Diese Karten werden zunehmend sowohl im stationären Handel als auch online und mobil eingesetzt.
Mehr Services rund um Bargeld und Infrastruktur
Parallel zum Ausbau digitaler Zahlungen erweitert Visa auch den Zugang zu Bargeld. Inzwischen können Verbraucher in rund 17.000 Geschäften Geld abheben – ein Plus von 31 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Sinkende Betrugsrate durch KI
Trotz wachsender Bedrohungslage konnte die Betrugsrate weiter gesenkt werden. Grund dafür sind unter anderem neue KI-basierte Sicherheitslösungen wie „Visa Network Defense“, die verdächtige Muster frühzeitig erkennen.
Zusätzlich gewinnt Tokenisierung an Bedeutung: Bereits bei mehr als der Hälfte aller Transaktionen werden keine echten Kartendaten mehr übertragen, sondern sichere Ersatzdaten genutzt.
Pilotprojekte für KI-gestützten Handel
Visa treibt parallel neue Entwicklungen im Bereich des sogenannten „Agentic Commerce“ voran. Gemeinsam mit Partnern werden Pilotprojekte getestet, bei denen KI-Agenten eigenständig Einkäufe initiieren und Zahlungen auslösen.
Zu den ersten Beteiligten in Deutschland zählen Banken, Zahlungsdienstleister und Händler. Ziel ist es, den Markt frühzeitig auf automatisierte, KI-basierte Kaufprozesse vorzubereiten.
Stablecoins als nächster Wachstumstreiber
Neben klassischen Zahlungsmethoden rückt auch der Einsatz von Stablecoins stärker in den Fokus. Visa unterstützt Banken und FinTechs dabei, digitale Währungen in bestehende Zahlungssysteme zu integrieren.
Damit positioniert sich das Unternehmen zunehmend als Infrastrukturanbieter für eine breitere Palette digitaler Zahlungsmittel.
Digitales Bezahlen erreicht neue Phase
Die aktuellen Zahlen zeigen: Der Wandel hin zu digitalen Zahlungsformen ist in Deutschland weit fortgeschritten. Gleichzeitig eröffnen neue Technologien wie KI und Blockchain zusätzliche Perspektiven für die Zukunft des Bezahlens.
Visa sieht sich dabei als zentraler Treiber dieser Entwicklung – von der klassischen Kartenzahlung bis hin zu vollständig automatisierten Transaktionen.


