Amazon steht offenbar vor der größten Restrukturierung seiner Firmengeschichte: Rund 14.000 Jobs im Konzernbereich werden gestrichen. Ziel sei es, Hierarchien abzubauen, die Effizienz zu steigern und die Organisation stärker auf den Einsatz künstlicher Intelligenz auszurichten.
Manager raus, KI rein
Konzernchef Andy Jassy betonte laut Reuters am Dienstag, man wolle „unnötige Managementebenen“ abschaffen. In einem internen Memo kündigte er den Berichten nach an, dass viele Rollen durch den Einsatz von KI-Systemen überflüssig würden. Gleichzeitig würden durch die Technologien auch neue Aufgaben entstehen, wie Jassy bereits im Juli angekündigt hatte. Es gehe darum, die Struktur flacher zu gestalten und zukunftsfähig aufzustellen.
Reuters hatte am Montag unter Berufung auf Insider sogar noch von bis zu 30.000 Stellen berichtet, die kurzfristig wegfallen werden.
Amazon unaufhaltsam
Kostensenkung und Neuausrichtung
Der Schritt ist Teil einer umfassenden Reaktion auf die massiven Investitionen in generative KI sowie die Überbesetzung in der Zeit nach der Pandemie. Schon seit Monaten restrukturiert Amazon diverse Geschäftsbereiche – darunter Geräte, Bücher, Services und das Podcast-Label Wondery.
CEO Jassy hatte bereits im Juni aufgrund von KI einen strukturellen Stellenabbau angekündigt. Amazon hatte Ende 2024 insgesamt rund 1,56 Millionen Beschäftigte, davon etwa 350.000 in Konzernfunktionen. Die Unternehmensführung geht davon aus, dass der Personalbedarf in Bürojobs langfristig weiter sinken wird, da KI-Systeme zunehmend Aufgaben wie Programmierung und Verwaltung übernehmen.


