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Größter Konzern-Rückruf bisher: Nestlé ruft Babynahrung in Europa zurück

LKWs vor grossem Nestle Logo
Foto: Depositphotos

Key takeaways

Nestlé ruft Babynahrung der Marken SMA, BEBA und NAN in mehreren europäischen Ländern zurück. Grund ist der mögliche Nachweis eines hitzestabilen Toxins, das gesundheitsschädlich sein kann. Über 800 Produkte sind betroffen – der bislang größte Rückruf in der Geschichte des Konzerns.

Lesezeit ca. 2 Minuten

Der Lebensmittelkonzern Nestlé hat eine umfangreiche Rückrufaktion für Säuglingsnahrung der Marken SMA, BEBA und NAN gestartet. Grund für den Rückruf ist der mögliche Nachweis des hitzestabilen Toxins Cereulid, das von Bacillus cereus-Bakterien gebildet wird und bei Konsumenten gesundheitliche Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen und Bauchschmerzen auslösen kann. Erkrankungen wurden bislang nicht gemeldet.

Größter Rückruf in der Firmengeschichte

Auch mehrere Ministerien in Europa berichten über den Fall Das irische Gesundheitsministerium führt die Produkte unter „Food Alert“ und wie Reuters berichtet, handelt es sich laut österreichischem Gesundheitsministerium handelt es sich um den bisher größten Produktrückruf in der Geschichte des Unternehmens. Mehr als 800 Produkte aus über zehn Nestlé-Werken sollen betroffen sein. Die belasteten Rohstoffe wurden in einem Werk in den Niederlanden identifiziert.

Die Rückrufe betreffen zahlreiche europäische Länder, darunter Deutschland, Österreich, Frankreich, Italien, Irland, die Schweiz, Finnland, Norwegen, Großbritannien und die Türkei. Behörden und Nestlé betonen, dass es sich um eine vorsorgliche Maßnahme handelt, um die Gesundheit der Säuglinge zu schützen.

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Risiko durch hitzestabiles Toxin

Das im Fokus stehende Toxin Cereulid zeichnet sich durch seine Resistenz gegenüber Hitze aus – es bleibt also auch nach dem Kochen oder Erwärmen der Babynahrung aktiv. Es wird von bestimmten Bakterienstämmen produziert und kann insbesondere bei Kleinkindern zu schweren Magen-Darm-Beschwerden führen.

Nestlé arbeitet eigenen Angaben zufolge eng mit den Gesundheitsbehörden der betroffenen Länder zusammen, um die zurückgerufenen Produkte schnellstmöglich aus dem Handel zu nehmen. Eltern wird geraten, betroffene Produkte nicht zu verwenden und stattdessen den Kundenservice des Unternehmens zu kontaktieren.

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